*12* Dammenmühle

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*12* Dammenmühle

Dieser Platz muss wie der am Weingarten und der Scheibhalde auch hier den römischen Vorstellungen eines idealen Siedlungsplatzes entsprochen haben.

1833 

Fund römischer Gemäuerreste, Ziegel und Tongefäßscherben. Gräberfeld, sowohl auf dem heutigen Parkplatz wie auf dem Gelände des SC Lahr.

 Damm und See

Wer errichtete den Namengebenden Damm ?

Darüber wurde schon oft gerätselt, niemand konnte eine brauchbare Erklärung abgeben bis man den Zusammenhang der einzelnen archäologischen Fundstellen feststellte. Im Gewann „Höfleacker“, der Name spricht für sich, Entdeckung einer mittelalterlichen Siedlung. Die Volkshistorie erzählt von einer  Siedlung „Hütti“. Ab hier beginnen die Zusammenhänge. Dass im gesamten Sulzbachtal wie in den umliegenden Tälern auch, einst Bergbau im großen Stil betrieben wurde, ist über die Generationen in Vergessenheit geraten. Und diese Bergleute in der Siedlung Hütti wohnten, einen Damm an der engsten Stelle des Sulzbachtales errichteten um mit dem aufgestauten Wasser mittels Wasserrädern eine Poche (Erzstampfe) und Erzmühle zu betreiben. Das geschürfte Erz (Eisenerz) wurde hier nur aufbereitet in Ledersäcke gepackt per Ochsengespann oder mit Lasttieren zur nächsten Erzschmelze gebracht. Dies könnte im Giesental und auch der Haselstaude gewesen sein, dort wurden jeweils mehrere Verhüttungsplätze gefunden. Wegen geringer Ausbeute wurde der Bergbau im Sulzbachtal im 14ten Jahrhundert aufgegeben und geriet in Vergessenheit, die Siedlung Hütti verlassen. Der hinter dem Damm aufgestaute See war ca. 2 km lang und mehrere Hundert Meter breit und bestand etwa bis zum 30jährigen Krieg.

1779

Erste amtliche Erwähnung der Dammenmühle. Der Müller Christian Cammerer ersucht um die Erlaubnis eine Reib- und Ölmühle bauen zu dürfen.

1786

Beginn der Bauarbeiten.

1847 

Der Poet und Heimatdichter Wilhelm Kammerer (Urenkel des Christian Cammerer) wird geboren. 

1883

 Müller Ludwig Huck aus Schmieheim erwirbt die Dammenmühle.

1899 

Ludwig Huck ersucht um die Konzession einer Milchkuranstalt mit einer Schankwirtschaft.

1902 

Ludwig Huck Sohn übernimmt die Wirtschaft, plant den Bau einer Bäckerei und eines Gast- hauses, das er „Zum kühlen Grund“ nennt, das heutige Gasthausgebäude

1904 

Während einer großen militärischen Kaiserfeier fängt die Mühle Feuer und brennt total nieder. Der Mühlenbetrieb wird aufgegeben. Das neue Gasthaus ist bezugsfertig. Huck lässt einen ersten noch etwas kleineren See ausheben.

1924 

Wilhelm Kammerer der Poet von der Dammenmühle stirbt.

1927 

Bei den Erweiterungsarbeiten des Dammenmühlesee Fund einer römischen Bestattungsurne.

1930 

Bau einer Orchestermuschel.

1952 

Otto Breig übernimmt mit Ehefrau Waltraud geb. Malecki die Dammenmühle.

1956 

Anstelle der alten Sommerwirtschaft entsteht der heutige Saalanbau.

1976 

Die Orchestermuschel muss einem neuen Gästehaus weichen.

1992

Beim anlegen des Parkplatzgeländes östlich der Dammenmühle Scherbenfunde aus diesem Jahrhundert, Randstücke aus dem 14ten bzw. 15ten Jahrhundert und die Hälfte eines Schmelztiegels aus Graphit mit Spuren von Kupfer oder Bronze.

1995 

Tochter Karin übernimmt mit Ehemann Holger die Dammenmühle.

2008 

Edgar Kenk erwirbt mit Ehefrau Doris die Dammenmühle

2012 

Edgar Kenk baut die leer stehenden Räume des Ökonomiegebäudes zu einem Lokal, dem Brauhaus, um. Bau des Ausschankgebäudes im Biergarten mit einem Raum für die historische Dorfschmiede von Sulz.

2016

 Bau der Gertrud Kapelle.

2019 

Wegen Personalmangel und der Corona Pandemie wird der Gastwirtschaftsbetrieb eingestellt.