*14* ehe. Militärbad

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*14* Ehemaliges Militärbad

 Die Generalität des seit 1891 in der neuen Kaserne am Stumpenlindle (im Volksmund Schnogäbuckel) stationierten Infanterieregiments Nr. 169 wünscht, dass die Stadt Lahr ein Militärschwimmbad baut, da das öffentliche Bad an der Klostermatte für den Militärschwimmsport ungeeignet sei, so die offizielle Erklärung. Der Hintergrund war jedoch ein anderer, die Öffentlichkeit sollte nicht mit bekommen unter welchen Umständen den Rekruten das Schwimmen beigebracht und mit ihnen umgegangen wurde. Erst im Oktober 1901 genehmigt der Bürgerausschuss die Baupläne. Man stand quasi unter Zugzwang, für ein neues öffentliches Bad war kein Geld da und musste nun für das Militär ein eigenes neues Bad bauen. Am 07.06.1901 übergibt Oberbürgermeister Dr. Altfelix dem Regiment das neue Bad mit einem 50 x 20 Meter Becken mit Sprungturm und Umkleidegebäude. Gespeist wurde es über ein Stauwehr am  nahen Sulzbach. Nach Kriegsende 1918 übernimmt die Reichsvermögensverwaltung das Militärbad ohne es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und gibt am 15.06.1920 das zwischenzeitlich verwilderte Bad an die Stadt Lahr zurück. Nach gründlicher Reinigung wird es am 21.06.1920 als Männerbadeanstalt wieder eröffnet. Das Strandbad an der Klostermatte wird von nun an als Frauenbadeanstalt genutzt. Mit der Eröffnung des Lahrer Terrassenbades 1957 hatten die beiden Bäder ausgedient und wurden geschlossen.